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Und dann waren es noch neun... die November Nine

WSOP 2010 Full Tilt Poker
Bei PKR zu spielen fühlt sich fast so an, wie bei der WSOP live dabei zu sein - und für 2011 kannst Du dich dort natürlich auch qualifizieren.
Day 8 und damit vorerst letzter Spieltag des Main Events der World Series of Poker 2010 ist vorüber, und übrig blieben noch genau neun Spieler, die sich im November an den Finaltisch setzen dürfen. Day 8 war möglicherweise der härteste Tag von allen, es dauerte nicht weniger als 18 Stunden, bis die November Nine endgültig fest standen.

Zu Beginn startete Joseph Cheong mit etwa 24 Millionen Chips als Chipleader in den Tag, und sollte bei ungefähr dieser Marke auch den Rest des Tages bleiben. Ähnliches konnte man nicht von den beiden skandinavischen Hoffnungen behaupten – Johnny Lodden verlor die entscheidende Hand in einer Münzwurfsituation und musste auf Platz 27 die Segel streichen. William Thorson aus Schweden kam da etwas weiter, musste das Turnier dann aber ebenfalls eher früh am Tag auf Platz 22 beenden. Nach der zweiten Pause waren noch 19 Spieler übrig.

Von diesen wäre wohl eigentlich der renommierte Pokerspieler Scott Clements der Wettfavorit gewesen, immerhin verfügte er von allen Übrigbleibenden über die meiste WSOP Erfahrung – die nutzte ihm jedoch herzlich wenig, als er mit As-Dame in As-König rannte, und ohne Hilfe de Boards auf Platz 18 ausschied. Aus der nächsten Pause kamen 15 Finalisten wieder, nachdem kurz zuvor Benjamin Statz auf Platz 15 aufgeben musste.

Der 42 Millionen Monsterpot

Der darauf folgende Knockout war vielleicht die bedeutendste des gesamten diesjährigen Main Events. Dabei handelte es sich um eine gewaltige Konfrontation zwischen Matt Affleck und Jonathan Duhamel – dieser begann zunächst damit, auf etwa eine halbe Million Chips zu raisen, was Affleck umgehend auf 1.5 Millionen erhöhte. Duhamel konterte umgehend mit einem Re-raise auf knapp 4 Millionen, die Affleck wiederum callte – damit lagen nicht weniger als 8 Millionen Chips in der Mitte.

Den Flop checkte Duhamel erst einmal, er ahnte wohl, dass er hier in nicht unbeträchtlicher Gefahr schwebte. Affleck ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und wettete gleich einmal 5 Millionen Chips, die Duhamel callte. Affleck ging dann nach auf dem Turn All-In, was Duhamel vor die Entscheidung stellte, ob er denn nun den allergrößten Teil seiner Chips riskieren sollte. Es dauerte eine ganze Weile bis sich Duhamel schließlich entschloss zu callen, was den Monsterpot auf stolze 42 Millionen Chips brachte. Affleck zeigte sein Overpair, während Duhamel mit zwar erst einmal die schwächere Hand hatte, aber dennoch noch Möglichkeiten besaß. Die folgende Karte sollte also einem der beiden Spieler eine deutliche Führung bescheren – und tatsächlich kam die , um damit die Straße für Duhamel zu komplettieren. Affleck setzte dieses Ergebnis emotional sichtlich zu, minutenlang vergrub er sein Gesicht in seiner Mütze – und war damit auf Platz 15 ausgeschieden.

Die November Nine

Es sollte noch eine ganze Weile dauern, bis dann schließlich auch der zehnte und letzte Spieler eliminiert war. Mehr als 6 Stunden zogen sich zwischen dem Ausscheiden des 11. und des 10. Spielers hin – am Schluss traf es dann schließlich den ewigen Short Stack von Brandon Steven, der mit As und König gegen das Damenpärchen von Matthew Jarvis unterlag. Damit bilden nun folgende Spieler die November Nine:
  • Joseph Cheong (23.525.000)
  • John Dolan (46.250.000)
  • Jonathan Duhamel (65.975.000)
  • Michael Mizrachi (14.450.000)
  • Matthew Jarvis (16.700.000)
  • John Racener (19.050.000)
  • Filippo Candio (16.400.000)
  • Soi Nguyen (9.650.000)